Projektbericht: Erntezeit – Wildschadenstreit

Aktuell werden in Deutschland die Maisfelder abgeerntet. Dies ist auch die Zeit, in der sich das ganze Ausmaß des Schadens offenbart, den Schwarzwild und andere Wildarten verursacht haben. Landwirte wenden sich mit Schadenersatzansprüchen an die Jäger bzw. Jagdpächter. Diese fühlen sich oftmals sprichwörtlich über den Tisch gezogen und es kommt nicht selten zum Streit. Das muss nicht sein, wie dieser Projektbericht zeigt.

Wir bei heXawerk. glauben, dass eine Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft nur dann sinnvoll erfolgen kann, wenn Landwirte und Jäger partnerschaftlich agieren. Daher wollen wir mit unserem Angebot Fakten liefern und die oftmals irrationalen Diskussionen auf die Sachebene zurück holen. So am Beispiel eines Maisfelds. Ein Jagdpächter wandte sich an heXawerk. und bat um Befliegung eines Maisfelds zur Unterstützung der Wildschadenbegutachtung.

Die Experten von heXawerk. haben zunächst mit Jagdpächter und Landwirt den Einsatz besprochen, dann den Flug geplant, durchgeführt und dabei das Bildmaterial erstellt, das es im nächsten Schritt auszuwerten galt. Bei einem Flug in 70 m Höhe wurden von einer knapp 4 ha großen Fläche 124 hochauflösende Bilder angefertigt. Ein Bildpunkt auf dem Kamerasensor entspricht aus dieser Höhe einer Fläche von ca. 2 x 2 cm am Boden. Diese Auflösung ist ausreichend, um den Schaden zu erkennen und später am PC die Größe der einzelnen Schadstellen und damit die Größe der Gesamtschadfläche zu bestimmen.

124 Fotos aus 70 m Höhe
Satellitenfoto mit 124 Punkten, an denen die Kamera des Multicopters ausgelöst hat.

Aus den 124 Bildern wurde am PC eine große Gesamtkarte errechnet.

Errechnetes Gesamtbild: Hier kann man die Schadstellen schon mit bloßem Auge sehen.

Unter Verwendung der Höheninformationen wurde das Bild dann eingefärbt. Sehr schön kann man erkennen, dass das Gelände nach Südwesten hin abfällt. Außerdem wird deutlich, an welchen Stellen Maispflanzen niedergedrückt wurden. Im direkten Vergleich mit dem normalen Luftbild sieht man auch, dass erst das Einfärben wirklich Klarheit bringt.

Anhand von Höhendaten eingefärbtes Gesamtbild: Hier werden die Schadstellen deutlich erkennbar.

Mit Hilfe eines Bildmessverfahrens wurden im letzten Schritt die Schadstellen markiert und ausgemessen. Jagdpächter und Landwirt hatten nun eine solide Faktenbasis für die Regulierung des entstandenen Schadens.

Wie können wir Sie unterstützen? Lassen Sie uns jetzt darüber sprechen.